Berufsordnung und Verbände

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Seit 1945 besitzt die Heilpraktikerschaft kein rechtlich verbindliches Standesrecht mehr. Die ursprünglich verbindliche Berufsordnung wurde mit diversen Änderungen im Jahr 1992 von den sechs großen Heilpraktikerverbänden als Satzungsrecht verbandsintern beschlossen und ist somit für alle seine Mitglieder gültig.

Die Berufsordnung für Heilpraktiker (BOH) spiegelt die ethisch-moralischen Grundlagen des Berufsstandes wider und stellt im Wesentlichen eine Selbstverpflichtung dar. Sie regelt unter anderem den Umgang des Heilpraktikers mit den Patienten, seinen Kollegen und die Pflichten des Heilpraktikers.

Die Berufsordnung für Heilpraktiker (BOH) regelt:

  • Berufsgrundsätze
  • Berufspflichten
  • Schweigepflicht nach BGB
  • Aufklärungs-, Dokumentations- und Sorgfaltspflicht
  • Pflicht zur Weiterbildung
  • Praxisort und Praxisräume
  • Werbung
  • Außenauftritt des HP (Praxisschilder, Drucksachen, Stempel, Verzeichniseintragungen, Inserate)
  • Besondere Bezeichnungen
  • Krankenbesuche, Arzneimittel und deren Verordnung (Provisionen und Rabatte)
  • Haftpflicht und Meldepflicht
  • Beschäftigung von Hilfskräften
  • Berufsinsignien (Ausweis, Stempel)
  • Berufsaufsicht und Standesdisziplin
  • Hinzuziehung eines zweiten HP
  • Vertrauliche Beratung
  • Zuweisung gegen Entgelt
  • Vertretungsregelung bei Abwesenheit oder Krankheit
  • Verstöße gegen die Berufsordnung

Berufsverbände für Heilpraktiker

Heilpraktiker, aber auch Heilpraktiker-Anwärter (HPA), also Menschen, die sich auf die Überprüfung durch das Gesundheitsamt vorbereiten, können Mitglied in den meisten Berufsverbänden für Heilpraktiker werden.

Dabei bieten sich verschiedene Vorteile. HPA erhalten bereits während ihre Ausbildung einen Einblick ins spätere Berufsleben. Darüber hinaus erhalten sie ergänzende Informationen zu diversen naturheilkundlichen Themen, Aus- und Fortbildungen und können eventuell bereits an berufsbezogenen Seminaren teilnehmen.

Für den Heilpraktiker ergeben sich weitere Vorteile. So erhält er einen Ausweis und einen Stempel,  und kann sich damit als zu einem Berufsverband zugehörig ausweisen. Durch die Mitgliedschaft in einem der deutschen Berufsverbände für Heilpraktiker bekommt der Heilpraktiker einen Eintrag in kostenlosen Verzeichnissen, die Patienten bei der Suche nach einem Therapeuten in ihrer Nähe nutzen.

Beratung in Aus- und Fortbildungsfragen, zu Fragen der Praxisgründung und Praxisführung, bei Versicherungsangelegenheiten und diversen anderen Alltagsproblemen gehören ebenso zu den oft kostenlosen Angeboten für Mitglieder wie regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen.

Verzeichnis der Berufs- & Fachverbände für Heilpraktiker mit weiteren Informationen.

 

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